Aus Mildstedt nach Berlin – ein Beitrag unseres Bundestagsabgeordnete

Liebe Mildstedterinnen und Mildstedter,

liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

ein intensives politisches Jahr in Mildstedt und Berlin liegt hinter uns – und für mich ganz besonders.

Trotz des für die SPD sehr schlechten Abschneidens bei der Bundestagswahl wurde ich über die Landesliste der SPD Schleswig-Holstein am 23.02. in den Bundestag gewählt. Ich freue mich dabei aber auch sehr, über die große Unterstützung aus Mildstedt bei der Erststimme. Das ist eine große Anerkennung. Vielen Dank!

In den Tagen und Wochen nach der Wahl mussten wir unser Leben heftig umkrempeln. Einige Monate später hat sich vieles sortiert und die Arbeit ist in vollem Gange.

Als Mitglied im Verkehrsausschuss habe ich für meine Fraktion die Verantwortung für die Wasserstraßen, das Straßenverkehrsrecht und den Führerschein. Ich setze mich dafür ein, dass wir die Kosten spürbar reduzieren ohne die Verkehrssicherheit negativ zu beeinflussen. Und natürlich habe ich unsere Infrastruktur besonders im Blick. Die Ortsumgehung Hattstedt-Bredstedt und v.a. der zweigleisige Ausbau der Marschbahn sind Themen, an denen ich hartnäckig dran bin und bleiben werde.

Im Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend habe ich die Zuständigkeit für Kinderrechte, Familienleistungen sowie die Jugendhilfe. Das sind Themen, die nach meinem Eindruck in letzter Zeit zu wenig Beachtung gefunden haben. Ich setze mich nun dafür ein, dass wir Familienleistungen unkomplizierter ausgestalten und Familien entlastet werden. In Zeiten knapper öffentlicher Haushalte sollten Familien bei Entlastungen besonders in den Blick genommen und priorisiert werden. Die dramatische Situation in der Jugendhilfe ist ein echtes Zukunftsthema. Es ist nicht nur moralisch geboten, dass wir jedes Kind so unterstützen, wie es das braucht. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels können wir es uns aber auch einfach nicht erlauben, auch nur ein einziges Kind zurückzulassen. Besonders freue ich mich darüber, Kinderbeauftragter der SPD-Fraktion und Mitglied in der Kinderkommission des Deutschen Bundestages zu sein. Hier ist bereits mehrfach deutlich geworden: Kinderrechte gehören ins Grundgesetz. Eine dafür benötigte 2/3-Mehrheit ist aufgrund der Position von CDU/CSU aktuell leider nicht in Sicht. Aber ich bleibe dran.

Für den Wahlkreis konnte ich bereits einige Erfolge verbuchen: Der Friesenrat erhält ab 2026 eine institutionelle Förderung, um mit dem Hauptamt das Fortbestehen der friesischen Sprache und Kultur zu gewährleisten. Dafür habe ich mich eingesetzt. Und alle THW-Ortsverbände in Nordfriesland und Dithmarschen erhalten einen Neubau. Darüber freue ich mich sehr.

Nun haben die Verkehrsprojekte für mich höchste Priorität. Außerdem habe ich den Anspruch, dass aus der sogenannten Sportmilliarde auch Projekte aus der Region gefördert werden. Der Bedarf ist ja überall ersichtlich.

Wer sich für meine Arbeit interessiert, kann diese regelmäßig über meine Homepage und meine Kanäle in den sozialen Medien verfolgen. Wer mich im Dorf sieht, kann mich aber auch gerne ansprechen! Ich bin dankbar für jedes Gespräch, jede Idee und jedes kritische Wort. Politik funktioniert nur im Dialog.

Abschließend möchte ich mich bei vielen Mildstedterinnen und Mildstedtern für das großartige Engagement in 2025 bedanken. Ob Feuerwehr, Schützenverein, Jugendarbeit, Sport, Kultur, Umweltschutz, Kommunalpolitik oder Nachbarschaftshilfe – unser Dorf lebt von euch. Es ist ein Privileg, euch im Bundestag vertreten zu dürfen!

Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Eurer Truels Reichardt, MdB

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