Thomas Losse-Müller informiert sich über Mildstedter Quartiersentwicklung

Seit 2016 betreibt die Arbeiterwohlfahrt im Herzen der Gemeinde Mildstedt Quartiersentwicklung.  Bei seinem Start von sechs Jahren war es das erst zweite Projekt dieser Art in ganz Schleswig-Holstein. In den von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten der Alten Schule befindet sich das Herzstück der Quartiersentwicklung. Hier finden Veranstaltungen wie der Klönschnack oder gemeinsames Kochen, verschiedene Kurse wie ein Tablet-Kurs für Seniorinnen und Senioren und zahlreiche Beratungsangebote von der Demenzberatung bis zur Versicherungsberatung statt. Ebenfalls organisieren sich dort zahlreiche Ehrenamtliche. Daraus ist z.B. die Nachbarschaftshilfe „MiMi“ oder das Tafel-Tüten-Taxi entstanden.

Seit dem Auslaufen der ersten Förderung durch die Fernsehlotterie kommt es jedoch immer wieder zu Schwierigkeiten, eine Finanzierung für die hauptamtliche Quartiersmanagerin zu organisieren. Die aktuelle Förderung läuft Ende 2022 aus. Die ständige Unsicherheit des Arbeitsplatzes hat nun zur Kündigung der Quartiersmanagerin geführt.

Darüber und über das Projekt insgesamt informierten sich Thomas Losse-Müller, Spitzenkandidat der SPD zur Landtagswahl, und Marc Timmer, Direktkandidat der SPD im Landtagswahlkreis Nordfriesland-Süd beim Vorsitzenden des AWO-Ortsvereins Mildstedt und AWO-Kreisverbands Nordfriesland, Hans-Peter Henkens.

Dieser warb eindringlich um Unterstützung der Landespolitik bei der Verstetigung von Projekten wie der Quartiersentwicklung: „Durch zahlreiche Fördertöpfe werden Projekte nur angeschoben. Verstetigen tut sie aber keiner. Bei der Gemeinde konnten wir jetzt zumindest die Bereitstellung von 10.000€ ab nächstem Jahr erreichen. Das reicht aber nicht im Ansatz, um die bisherige Arbeit auf gleichem Niveau aufrecht zu erhalten. Die Förderlandschaft muss sich dringend ändern, damit ein für die Dorfgemeinschaft so wichtiges Angebot erhalten bleibt und seinen Zweck erfüllt“, so Henkens.

Thomas Losse-Müller zeigte sich beeindruckt vom Engagement der AWO um Hans-Peter Henkens in den letzten Jahren sowie dem großen Einsatz der vielen Ehrenamtlichen und zeigte eine mögliche Lösung für das Problem der Finanzierung auf: „Als Ministerpräsident werde ich die Vor-Ort-Für-Dich-Kraft zunächst in 100 Gemeinden einführen. Unser Ziel ist es, eine Vor-Ort-für-Dich-Kraft in jede Gemeinde und jedes Quartier zu bringen. Denn immer häufiger stellen wir fest, dass staatliche und gesellschaftliche Unterstützung Menschen nicht oder zu spät erreichen, weil die Hürden zu groß und Angebote nur schwer erreichbar sind. Mit der Vor-Ort-für-Dich-Kraft möchten wir ähnlich wie früher die Gemeindeschwester Angebotslücken zwischen gesundheitlicher, pflegerischer und sozialer Unterstützung schließen und dabei auf bestehende Strukturen vor Ort aufbauen. Das scheint mir sehr anschlussfähig an die Quartiersentwicklung in Mildstedt zu sein“, so Losse-Müller zu Hans-Peter Henkens und den anwesenden Gemeindevertretern der SPD.

Dafür warb auch Marc Timmer: „Ich bin überzeugt, dass für viele Gemeinden in Nordfriesland und ganz sicher auch für Mildstedt die Vor-Ort-für-Dich-Kraft ein Gewinn wäre. Wir müssen nur den Mut aufbringen, sie umzusetzen und unser Hilfesystem wieder systemübergreifender zu denken. Dann können viele Menschen länger selbstbestimmt leben. Wenn wir darüber eure Strukturen in Mildstedt erhalten oder vielleicht sogar ausbauen können und ihr mit der Ausschreibung einer unbefristeten Stelle wieder langfristig jemanden findet, der für diese Aufgabe brennt, wäre das eine tolle Sache!


Das sieht auch Hans-Peter Henkens so: „Ich wünsche mir wirklich eine dauerhafte Unterstützung vom Land für unsere Quartiersentwicklung. Wenn wir das so hinkriegen könnten, wäre das für die Mildstedter Gold wert. Ich zähle dabei auf eure Unterstützung!“

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